Dank sagen und Kraft für Zukunft tanken

Zurück in die Zukunft: Kirchenkreis lädt zum Abschlussfest des Reformationsjubiläums ein   

Von Roland Hofer

OSTERHOLZ-SCHARMBECK. Ein spannendes und facettenreiches Jubiläumsjahr findet am 31. Oktober seinen würdigen Abschluss: Dann feiern der Ev.-luth. Kirchenkreis Osterholz-Scharmbeck, seine 16 Gemeinden und viele Gäste ein großes Fest zum Abschluss des 500-jährigen Reformationsjubiläums. Ganz in der Tradition Luthers: mit Gesang, Musik, Theater, Ausstellungen, Aktionen, geselligem Beisammensein, Essen, Trinken, vielen Erinnerungen und Ausblicken.

Der Festabend soll Höhepunkt und Abschluss der Reformationsfeierlichkeiten im Kirchenkreis sein. Daher werden rund 700 Einladungskarten in die Kirchengemeinden sowie an Gäste aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft verschickt. Doch auch alle sonstigen Interessierten aller Generationen, die mitfeiern möchten, sind zu dieser offenen Veranstaltung herzlich eingeladen. „Wir hoffen, dass sich die Menschen angesprochen fühlen und wir die rund 1000 Plätze gut füllen können“, freut sich Superintendentin Jutta Rühlemann auf das Fest. Das Motto des Reformationsfestes lautet „Zurück in die Zukunft – 500 Jahre Reformation“.

Rund 300 der 700 Plätze sind bestuhlt, auch für Gäste mit Handicap, der hintere Bereich wird mit Stehtischen und Barhockern lockerer gestaltet, damit neben dem Programm viel Platz für Gespräche ist. Im Foyer gibt es kleine Häppchen der Freundlichen Küche aus Lilienthal und viel Ausstellungs- und Aktionsfläche.

Das Programm beginnt um 17.00 Uhr mit der Begrüßung in der Stadthalle Osterholz-Scharmbeck (Einlass ab 16.30 Uhr). Das Programm ist „offen“: Gäste können jederzeit kommen und gehen. Nach dem Grußwort von Landrat Bernd Lütjen (17.15 Uhr) füllen rund 140 Sängerinnen und Sänger der Chöre aus den Gemeinden sowie ein Orchester die 18 Meter breite und acht Meter tiefe Bühne aus. Sie werden von 17.30 bis 18.15 Uhr unter Leitung von Kirchenkreiskantorin Caroline Schneider-Kuhn die Uraufführung eines Werkes von Michael Schütz, einem Kantor in Berlin, ausgestalten. Der Titel: „Die Zeit des Redens“. Das „Reden“ übernimmt in einer Sprecherrolle der Schauspieler Harald Maack.

Der Markt der Möglichkeiten wird eröffnet durch den Kreisjugenddienst mit einer Thesenwand, die beim Kinderkirchentag entstanden ist. Auf dem Markt   präsentieren Gemeinden, mehrere Schulen und der Kunstverein Osterholz und andere unter dem Motto „Kirche ist…“  viele Aspekte ihrer Kirche und Erwartungen aus persönlich-nachdenklicher Perspektive. Für Erinnerungsfotos steht der große Playmobil-Luther samt Selfie-Drucker und Pinnwand bereit.   

Das offizielle Programm beendet das Playback-Theater Bremen mit dem Stück „Zurück in die Zukunft“. Die Schauspieler improvisieren und inszenieren reformatorische Gedanken heiter, humorvoll und nicht ohne Tiefgang. Und sie öffnen den Blick für die Kirche der Zukunft in reformatorischer Gesinnung. Die Veranstalter versprechen einen Abend für alle Sinne und mit vielen Anregungen – für junge und ältere Menschen. .    

Wir freuen uns über das starke Engagement der Gemeinden mit ihren lebendigen Jubiläumsveranstaltungen“, sagt Rühlemann, die das Fest auch als Dankeschön an alle Helferinnen und Helfer versteht. Diese hätten „den Geist der Reformation lebendig für alle Sinne erfahrbar gemacht.“ Reformation sei weder nur Geschichte noch Theorie, sondern werde täglich durch Menschen im Alltag mit Leben erfüllt. „An der Person von Martin Luther“, so Rühlemann, „wollen wir die Kernbotschaften unseres Glaubens sichtbar machen und Zuversicht für die Zukunft schöpfen“. Das Fest sei zwar der Abschluss des Reformationsjubiläums. Es sei aber auch „Auftakt und Impuls, sich auf die Grundlagen zu besinnen und mit Mut zur Veränderung die Kirche aktiv zu gestalten“.