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28.04.2008
2 Mitgliedsgemeinden neu für Diakonische Dienste gewonnen
Pflegen - Betreuen - Beraten im Landkreis Osterholz-Scharmbeck

Nachdem Pastor Heino Hüncken aus Hambergen den Wunsch an die St. Mariengemeinde Osterholz und die Kirchengemeinde Bramstedt herangetragen hat, diese Gemeinden als Mitglieder gewinnen zu wollen, wurde dort nicht lange überlegt. Man entschloss sich zu einer Mitgliedschaft.

Damit ist der weit überwiegende Teil der Kirchengemeinden des Kirchenkreises Osterholz-Scharmbeck Mitglied des kirchlichen Pflegeunternehmens, aber auch 2 Kirchengemeinden des Kirchenkreises Wesermünde-Süd. Heino Hüncken ist seit einem knappen Jahr der Vorsitzende des Vereinsvorstands der Diakonischen Dienste und schon lange Mitglied im Vorstand. Er hat dieses Amt im letzten Jahr von Pastor Karl Greving aus Schwanewede übernommen, der seit der Gründung des Vereins den Vorsitz führte. Damit sind jetzt 13 Kirchengemeinden, der Kirchenkreis, die Gemeinde Schwanewede und die Samtgemeinde Hambergen Mitglieder.

Der Verein pflegt, betreut und berät alte und kranke Menschen im gesamten Landkreis und unterhält Anlaufstationen in Hambergen, Osterholz-Scharmbeck, Schwanewede und Worpswede und betreibt ein Betreutes Wohnen in Schwanewede. Die Zentrale, die alle Aktivitäten steuert, hat ihren Sitz in Osterholz-Scharmbeck in der Marktweide 5. Dort leitet Schwester Annette Rebber-Fitzke, Pflegedienstleiterin der Diakonischen Dienste, das operative Geschäft mit ihrer Stellvertreterin Schwester Felicitas Meyer. Die Geschäftsführung liegt in den Händen von Herrn Benno Schomaker.

50 Mitarbeiter versorgen etwa 170 Patienten. Der zunehmende Kostendruck und zum Teil lange Anfahrtswege in den dünn besiedelten Teilen des Landkreises, machen dies nicht immer ganz leicht, so die Aussage des Geschäftsführers. Abgelehnt werden deshalb aber keine Patienten, selbst wenn Touren dadurch schon mal unwirtschaftlich werden. Besonderen Wert wird auf eine hohe Pflegequalität gelegt. 3/4 des Personals sind ausgebildete Krankenschwestern oder examinierte Altenpflegerinnen. Die eingesetzten Altenpflegehelferinnen haben eine mindestens einjährige Ausbildung absolviert. Das Unternehmen sorgt für ständige Fortbildung des Pflegepersonals, setzt Fachpersonal für Palliativpflege ein und verfügt über qualifizierte Wundmanagerinnen. Eine gerontopsychiatrische Fachkraft leitet ein regelmäßig stattfindendes Cafe für Demenzkranke.

Der gemeinnützige Betrieb kann mit Hilfe von Spenden und Zuschüssen immer etwas zusätzliche Zeit aufbringen, sei es für ein Gespräch oder eben bei der Pflege alter und kranker Menschen, die diese Zeit besonders benötigen. Außerdem können Zivildienstleistende und ehrenamtliche Seniorenbetreuer eingesetzt werden, die wertvolle Dienste für Patienten leisten, die diese nicht von den Kranken- und Pflegekassen bezahlt bekommen. Zur Zeit sind 2 Zivildienstleistende und 4 ehrenamtliche Betreuer im Einsatz und unterstützen beispielsweise die Schwestern bei der Versorgung Schwerstkranker, erledigen Einkäufe und sonstige Besorgungen, übernehmen Beförderungen zu Ärzten und Kliniken oder lesen auch gerne mal etwas vor. Nebenbei kümmern sie sich um die Einsatzbereitschaft der 15 Dienstfahrzeuge, warten Rollstühle, helfen bei Bestellungen und vieles andere mehr. „Ohne die Zivis“, so Annette Rebber-Fitzke, „sind viele Extraleistungen gar nicht zu erbringen.“ Geschäftsführer Benno Schomaker betont: „Wir sind froh, entgegen vieler unserer Mitbewerber, unsere Mitarbeiter nach Tarif bezahlen zu können. Hierzu ist allerdings ein strenges Kostenmanagement zwingend erforderlich.“
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