Konfirmanden gestalten Gottesdienst zum Thema "Armut" – Allen Kindern eine Chance
Kirchenband begleitete den Gottesdienst – Konfirmanden spielen BibeltexteAm letzten Sonntag Okuli (15.3.09) gestalteten die Konfirmanden in Kirchtimke den Gottesdienst zum Thema „Armut“. Die Synode der Landeskirche Hannovers hat die Bekämpfung von Armut zu einem Schwerpunktthema gemacht. Landesbischöfin Margot Käßmann ist Schirmherrin der Aktion „Zukunftsgestalten – Allen Kindern eine Chance“. Sie ruft dazu auf, die Augen zu öffnen, wo Menschen auf Hilfe warten. Die Hauptkonfirmanden haben sich auf dieses Thema eingelassen und Schlagzeilen zum Thema Armut gesammelt und im Gottesdienst vorgelesen. Rund jedes sechste Kind unter 15 Jahren lebt in Niedersachsen unterhalb der Armutsgrenze. Armut umfasst besonders Familien mit mehreren Kindern und Alleinerziehende. Kinder als das schwächste Glied leiden besonders. Aus Scham überspielen sie oft die Probleme, wenn sie nicht wie andere Kinder ins Kino gehen oder nicht Geburtstag mit anderen feiern können. Armut baut Mauern. Konfirmanden haben das mit einer tatsächlichen Mauer verdeutlicht, auf der Stichworte standen wie „Hartz IV“, „Wenig Geld“, Ausgeschlossen sein“, „geringere Bildungschance“ und „Armut ist erniedrigend“.
Aber Armut muss kein unabwendbares Schicksal bleiben. Wir können ein Zeichen der Achtung und der Hoffnung setzen. Biblische Texte ermutigen uns dazu. So wurde im Gottesdienst die Geschichten von Jesus und dem Zöllner Zachäus als Erzählpantomime von den Konfirmanden gestaltet, wo am Ende der reiche Zöllner Zachäus die Hälfte seines Vermögens den Armen schenkt. Eine andere Gruppe erzählte die Geschichte von dem reichen Mann und dem armen Lazarus im Rollenspiel.
Es ging dabei nicht darum, Reichtum madig zu machen, viele haben schwer für ihr Vermögen gearbeitet. Aber Reichtum verpflichtet auch, in der Gemeinschaft mit anderen helfend zu handeln.
Die Kirchenband unter der Leitung von Markus Feldmann begleitete den Gottesdienst musikalisch mit neuen Kirchenliedern: „Lasst uns nicht länger schweigen“ und „Was würde Jesus tun“ lauteten zwei der neueren Lieder, die mit Saxophon, E-Gitarre, Gitarre, Schlagzeug, Keyboard und Sängern begleitet wurden.
Am Ende des Gottesdienstes wurden verschiedene Hilfsprojekte der Ev. Landeskirche und des Diakonischen Werkes gegen Kinderarmut vorgestellt und um Unterstützung gebeten. Einzelspenden können auf das Konto der Landeskirche Hannovers überwiesen werden, Konto 44 55555, Bank für Sozialwirtschaft, BLZ 251 205 10 oder in den Kirchengemeinden abgegeben werden.
Pastor Wolfgang Preibusch lobte die Konfirmanden am Schluss, wie sie sich mit diesem Thema auseinander gesetzt haben und dankte ihnen für die Vorstellung im Gottesdienst. Etwa 250 Besucher waren gekommen.
