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15.10.2009
Notfallseelsorge im Kirchenkreis
Notfallseelsorge (NFS) ist „Erste Hilfe für die Seele“ in Notfällen und Krisensituationen. Sie geschieht unter den Arbeits- und Kommunikationsbedingungen eines Notfalls in Zusammenarbeit mit anderen Rettungs- und Hilfsorganisationen und der Polizei.

Zudem ist die NFS ein Grundbestandteil des Seelsorgeauftrages der Kirche. Seit Ende der 90er Jahre sind im Kirchenkreis erste Gespräche geführt worden, damals unter der Anregung von Herrn Gert Köhler vom DRK. Die Bereitschaft wurde seitens der Kirche signalisiert, und eine erste Fortbildung fand statt. Eine wöchentliche Erreichbarkeit mit Handy und Feuerwehrpieper wurde erst ab dem Jahre 2000 strukturiert. 16 Pastoren/innen beteiligten sich an Einsätzen im inner- oder außerhäuslichen Bereich. Jährlich sind seitdem ca. 20-25 Einsätze zu leisten. Dazu gehören die Begleitung der Angehörigen bei plötzlichen Todesfällen oder die Begleitung der Helfer nach belastenden Einsätzen.

Die zunehmenden Stellenreduzierungen und die Mehrbelastung der Pastoren/innen ließ das Team der NFS schrumpfen. Im Gegenzug verfasste die Landeskirche 2008 die dienstliche Verpflichtung
zur Mitarbeit von Pastoren und Pastorinnen in der NFS, so dass sich im Kirchenkreis eine Arbeitsgruppe mit der Verschriftlichung der Ordnung für die NFS befasste und die Kirchenkreiskonferenz im Oktober 2008 die NFS als gemeinschaftliche Aufgabe für die Kirchenkreiskonferenz beschloss.

Zum Team der Notfallseelsorger/innen gehören zur Zeit auch drei extra ausgebildete Ehrenamtliche, dieser Kreis soll künftig erweitert werden.

Zudem ist im Kirchenkreis für die Supervision und die Fortbildungen gesorgt. Unter diesen Bedingungen ist die NFS gut aufgestellt und die Erreichbarkeit 24 Stunden am Tag gewährleistet. Sonntags um 10 Uhr kann es schon mal eng werden.
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