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06.12.2009
"Palliativnetz" Osterholz ist jetzt Palliativstützpunkt Osterholz
Wir freuen uns über die Anerkennung des Palliativstützpunktes durch das niedersächsische Sozialministerium im Juli 2009. Wir Mitarbeitenden, sogenannte „Palliativnetzwerker“, aus den Bereichen Ambulante Hospizarbeit, Medizin, Pflege, Psychologie und Seelsorge, haben das Ziel, die Versorgung schwerstkranker und sterbender Menschen in der Region zu verbessern.

Der Begriff „Palliativ“ stammt aus dem Lateinischen und beschreibt mit seinem Ursprung „Pallium“ den Mantel, der um den Kranken gelegt wird, um ihm den notwendigen Schutz zu geben.

Größtmögliche Beschwerdefreiheit und Lebensqualität für den Patienten soll durch das Netz der palliativen Versorgung erreicht werden. Verbunden sind in diesem Zusammenschluss sich gegenseitig unterstützende Dienste vom Ehrenamt bis hin zu professionellen Kräften.

Mit dem Blick auf ein nahes bzw. absehbares Lebensende steht die individuelle Lebensqualität im Mittelpunkt aller Bemühungen.

Die fachliche Qualität der Palliativmedizin schließt neben einem hohen medizinischen und pflegerischen Standard die kommunikative und soziale Kompetenz der Mitarbeiter ein. Fürsorge, Mitmenschlichkeit und Verantwortung stehen dabei im Dienste der Erhaltung von Autonomie und Würde der Schwerstkranken und Sterbenden.

Durch eine deutliche Bejahung des Lebens soll der Tod weder beschleunigt noch hinausgezögert werden. Die Palliativmedizin ist eine eindeutige Absage an die aktive Sterbehilfe. Sie setzt sich mit ethischen Fragen verstärkt auseinander.

Annette Rebber-Fitzke,
Mitglied im Palliativstützpunkt Osterholz
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