Aus der
Zevener Zeitung In der Kirche noch keine Katze gesehen Wilstedt (rsk). Mit einer Andacht in der St.-Petri-Kirche begann die Feier zum 25-jährigen Dienstjubiläum von Pastor Norbert Hintz am Sonntag. Über 130 Gäste hatten sich für den anschließenden Grillabend in malerischer Umgebung im Pfarrgarten angesagt. Vorab wurden Rückblicke gehalten und Geschenke überreicht.
Passender ging es kaum: Da feiert Pastor Hintz sein Jubiläum im wunderschönen sonnigen Pfarrgarten – und was bekommt er als Geschenk? Einen Gartentisch und zwei Stühle. Aber wie sagte schon Gudrun Lemmermann vom Kirchenvorstand in der Begrüßung: „An Gottes Segen ist alles gelegen!“ Dieser Spruch ziert zusammen mit dem Dankeschön für 25 Jahre Dienst auch den neuen Tisch.
Als schier unmöglich erwies sich der Versuch des 2. Vorsitzenden des Kirchenvorstandes, Marko Müller, die Dienststunden von Norbert Hintz in Zahlen zu beziffern. „Es bleibt, Danke zu sagen, auch an Frau Hintz. Ohne die gute Seele wäre das alles nicht zu leisten. Ich danke Gott von Herzen dafür, Sie kennengelernt zu haben.“
Wilhelm Lügger, ältestes Mitglied des Kirchenvorstandes, erinnerte sich noch an die Anfänge mit Pastor Hintz. Dass man seitens des Kirchenvorstandes zuerst „ein bisschen baff“ gewesen sei, dass Elisabeth Hintz ihre Tätigkeit als OP-Schwester zunächst fortführen wollte. Aber dass das Pfarrhaus trotzdem allen offen gestanden habe. Dass der Kirchenvorstand mit spitzen Ohren in den ersten Predigten saß, stets bereit, sich den Neuling bei jeder Gelegenheit vorzuknöpfen. Mit einem heiteren Gedicht von einer Predigt, in der des Pastors Katze in die Kirche kommt und andächtig lauscht, während viele Zuhörer schlafen und der Pastor somit für die Katz gepredigt habe, schloss Wilhelm Lügger seinen Rückblick. „Ich habe hier in der Kirche noch keine Katze gesehen...“, stellte Norbert Hintz sogleich schmunzelnd klar.
Nachdem das Ehepaar Hintz dann an seinem neuen Gartentisch Platz genommen hatte, überbrachte Pastor Wolfgang Preibusch aus Kirchtimke Glückwünsche und ein Geschenk. Mit einem bunten Liederstrauß gratulierte der Gemischte Chor Wilstedt unter der Leitung von Annegret Kromat dem Paar.
Dazwischen trug Jochen Franke zwei Döntjes von Armin Mandel vor, wobei die erste Geschichte eindeutig belegte, dass die zehn Gebote auch heute noch etwas bewirken. Hatte doch der Pastor einem Bestohlenen versprochen, er würde beim Verlesen des Gebotes „Du sollst nicht stehlen“ im Gottesdienst sofort erkennen, wer sein Rad habe. Die Erkenntnis kam tatsächlich. Als der Pastor davon sprach, dass man nicht seines Nächsten Weib begehren solle, fiel dem „Bestohlenen“ ein, wo er sein Rad hatte stehen lassen…
Während Norbert und Elisabeth Hintz noch weitere Geschenke überreicht bekamen, konnten sich die Gäste schon dem Salatbüfett zuwenden.