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07.01.2012
297. Worpsweder Orgelmusik
Datum: 12.02.2012
Uhrzeit: 17:00 Uhr
Ort: Zionskirche Worpswede

Es tritt auf das Ensemble Theatrum mit „Das Hohe Lied der Liebe“. Theater - Musik - Tanz. Die besondere Veranstaltung zum Valentinstag.

Eintritt: 12 Euro, ermäßigt 8 Euro.

Karten bei Nordwest-Ticket unter 0421 – 363636, allen angeschlossenen Verlagshäusern des Weser-Kuriers und im Philine-Vogeler-Haus in der Bergstraße in Worpswede.

„Es ist Unsinn, sagt die Vernunft; es ist unmöglich, sagt die Erfahrung; es ist, was es ist, sagt die Liebe.“ So hat der Dichter Erich Fried das Phänomen in zeitgenössische Worte gefasst. Tausende von Jahren älter sind die bilderreichen Worte aus dem Alten Testament, einem der schönsten und bewegendsten Liebesepen der Menschheit: dem Hohen Lied der Liebe.

Friederike v. Krosigk, Gründerin und Leiterin des Ensemble Theatrum / Schloss Hohenerxleben in Sachsen-Anhalt hat den alten Stoff genommen und daraus ein ergreifendes Theaterstück geformt. Theater und Musik gehen hier ineinander über und verweben sich zu konzentriertem Ausdruck. Die Künstlerin Nikoline F. Kruse hat dazu ein sehr stimmungsvolles Bühnenbild-Gemälde geschaffen, in welchem sich die Szenen mit Schattenspiel und Tanz zu eindrücklichen Bildern vereinen.

Die menschliche und die göttliche Dimension der Liebe, ein Thema so alt wie die Menschheit selbst und doch immer wieder neu, wird in Friederike von Krosigks Version des Hohen Liedes spürbar. Sie hat in ihrer Inszenierung der Liedsammlung aus dem Alten Testament, u.a. Texte der Mystikerin Mechthild von Magdeburg, des persischen Dichters Rumi und das Hohe Lied des Paulus zur Seite gestellt. Es gelingt ihr, die Frage nach der religiösen oder göttlichen Dimension der Liebe ganz nah am Menschen zu stellen und auch jenseits der Worte Antworten ins Spiel zu bringen.

Eine besondere Rolle spielt dabei die Musik. Die persischen, hebräischen und deutschen Kompositionen (u.a. Johann Sebastian Bach) spiegeln die Hohe Lied – Texte, welche ja ihren Eingang in drei der Weltreligionen Judentum, Christentum und Islam gefunden haben. Mit der Pianistin Irina Lackmann und dem iranischen Musiker Vahid Shahidifar an seiner persischen Santur präsentiert das Ensemble Theatrum zwei Könner ihres Faches.

Vahid Shahidifar hat für das Hohe Lied der Liebe persisch-deutsche Kompositionen entwickelt, die eine eigene unwiderstehliche Magie entfalten.

Aber Sehen Sie selbst und lassen Sie sich - für eine Stunde in diesen Tagen vor dem Valentinstag in der besonderen Atmosphäre der Worpsweder Kirche - mit hinein nehmen in eine immer wieder neue, unendliche Geschichte ... und wie von fern schmiegt sich ein Liebeslied an das Ohr der Liebenden aller Zeiten, weil sie der Suche nimmer müde werden.

Das Ensemble Theatrum ist eines von drei geförderten freien Künstlerensembles in Sachsen-Anhalt. Unterstützt werden die Künstler für ihr außerordentliches Engagement im und am Schloss Hohenerxleben. Dort geben sich die professionellen Künstler ein eigenes Profil mit eigenem Spielbetrieb: Fester Spielplan mit einem breiten Theater-Repertoire, Konzerten und Liederbühne, monatlich honorarfreie Veranstaltungen für den Wiederaufbau des Schlosses und jährlich rund 70 Gastspiele in ganz Deutschland und dem europäischen Ausland.

Das Ensemble ist ein Zweckbetrieb einer gemeinnützigen Stiftung, zu deren Zweck der Wiederaufbau des 1997 stark ruinösen und verfallenen Schlosses Hohenerxleben gehört. Durch das Zusammenwirken aller Beteiligten in der Stiftung ist in den vergangenen Jahren ein Kleinod für Kultur und Begegnung entstanden mit festem Spielbetrieb des Ensembles, Restaurant und Hotel, einem Künstleratelier mit wechselnden Ausstellungen und verschiedenen Bildungsangeboten.

Das Ensemble Theatrum ist bereits zum 4. Mal zu Gast in der Zionskirche. In den vergangenen Jahren begeisterte es mit seinen besonderen Inszenierungen „Nathan der Weise“, „Maria Magdalena“ oder R.M. Rilkes „Marienleben“ das Worpsweder Publikum.
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