Für heute vom 04. April 2020

Losung

Warum sollen die Heiden sagen: Wo ist denn ihr Gott? Unser Gott ist im Himmel; er kann schaffen, was er will.

Psalm 115,2.3

Lehrtext

Gottes unsichtbares Wesen – das ist seine ewige Kraft und Gottheit – wird seit der Schöpfung der Welt, wenn man es wahrnimmt, ersehen an seinen Werken.

Römer 1,20

Aktuelle Woche

Kirchliche Woche

Sonntag, 29. März 2020 bis Samstag, 04. April 2020

Wochenspruch

Der Menschensohn ist nicht gekommen, dass er sich dienen lasse, sondern dass er diene und gebe sein Leben zu einer Erlösung für viele. (Mt 20, 28)

Feiertag

Judika (5. Sonntag in der Passionszeit)

Erklärung

Nach dem Sonntag Laetare, an dem die Hingabe Jesu bedacht wurde, betont der Sonntag Judika den Gehorsam Christi genauso wie unseren Gehorsam. Es geht also um unsere Antwort auf Gottes Handeln und Gebot, die unaufgebbare Dualistik der Gnade Gottes: wenn sie nicht angenommen wird, kann sie auch nicht wirken. Es ist die Freiheit der Selbstentscheidung, von Gott geschenkt, die uns auch das Verderben bringen kann. Die Texte zeigen uns in teilweise grausamer Härte, wie Gehorsam immer auch zum Segen führt. Es geht um die Selbsthingabe Jesu an Gott und die Menschen in seinem Leben und Wirken. 

Quelle: © Martin Senftleben, www.daskirchenjahr.de

Thema

Gehorsam und Hingabe

Hebr 13, 12-14

12 Darum hat auch Jesus, damit er das Volk heilige durch sein eigenes Blut, gelitten draußen vor dem Tor.

13 So lasst uns nun zu ihm hinausgehen vor das Lager und seine Schmach tragen. 

14 Denn wir haben hier keine bleibende Stadt, sondern die zukünftige suchen wir.

Andacht der Woche

 

Wir gehen auf Karfreitag zu. Auf vielen Altären steht eine Darstellung von Jesus am Kreuz.

Nächste Woche ist Palmsonntag. Wir lesen wieder die Erzählung von Jesus, der nach Jerusalem kommt. Wie die Leute an der Straße stehen und ihm entgegenschreien, dass sie so viel von ihm erwarten: Hosianna! Erbarme dich und hilf uns...

Menschenmassen sind auf den Beinen. Ein Kontrast zu den Ereignissen der folgenden Woche. Als Jesus gefangen genommen wird, laufen seine Freunde weg. Am Kreuz stirbt Jesus dann alleine – von Gott und aller Welt verlassen. Draußen auf dem Hügel vor der Stadt.

Der Hebräerbrief deutet das, was Jesus am Kreuz passiert ist, als ein Opfer, als das Opfer. Nicht nur, weil Jesus der römischen Justiz zum Opfer gefallen ist. Gott solidarisiert sich in Jesus mit allen Opfern. Der Hebräerbrief beschreibt den Tod von Jesus auch im religiösen Sinne als Opfer: Nach diesem Tod sind keine weiteren Opfer mehr nötig. Kein Tempelkult mit Schlacht- und Brandopfern. Keine Opfer, damit Mensch und Gott versöhnt miteinander leben können. Das können sie – durch den Tod am Kreuz.

Das Corona-Virus breitet sich mit rasender Geschwindigkeit auf allen Erdteilen aus. Der mächtigste Gegner: die Zeit. 

Gegen Covid-19 gibt es keine Impfung und kein Heilmittel.

Extremer geht es kaum. Zu sehr ist unser Alltag eingeschränkt. Und auch das, was die Stärke unserer Kirche ist. Vor ein paar Tagen hatte der Papst noch seinen Priestern in Italien angesagt, zu den Erkrankten zu gehen, berichtet die FAZ. Jetzt hat die katholische Kirche diverse Erkrankungen in den Reihen der Priester zu verzeichnen.

Die Zahl der Erkrankten, der Opfer, ist schon groß genug. Weltweit. Das sollten wir im Blick behalten. Das Rausgehen passiert also anders als physisch. Damit es nicht noch mehr Opfer werden. Es ist genug. Social distancing gilt für alle. Aber für Gott nicht. 

Rausgehen zu den Opfern. Nicht damit sie und wir eine Zukunft haben, sondern weil wir und sie eine Zukunft haben. Eine Zukunft, die wie unsere Gegenwart in Gott geborgen ist.

Amen.

 

Pastor Jakob Kampermann

Liturgische Farbe

Liturgische Farbe Violett - Bild von Erich Grün

Violett  - Mischfarbe von Himmel (blau) und Erde (rot) bestimmt die Bußzeiten als Zeiten aktiven Wartens auf eine neue Zeit und eine bessere Welt (Adventszeit, Passionszeit, Buß- und Bettag)

Bild: Sammlung Erich Grün                  

© Ev.-luth. Landeskirche Hannovers

Text: Grethlein, C./Ruddat, G.: Liturgisches Kompendium

Moment Mal

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Erfahrungen des menschlichen Alltags, aus dem Glauben gedeutet - Eine Reihe zum kurzen Innehalten im schnellen Lauf der Zeit - Autor: Andreas Brauns

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Morgenandacht

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Der auferstandene Jesus am Ufer und eine wundersame Begegnung einer Familie in Ostpreußen: zwei außergewöhnliche Brotgeschichten. Die Morgenandacht von Claudia Bruweleit.

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Wochenspüche in Gebärdensprache

Wochenlied

O Mensch, bewein dein Sünde groß (EG 76) und Holz auf Jesu Schulter (EG 97)