Ein Herz für Organisation und Menschen: Ewa Söder ist neue Ephoralsekretärin in Osterholz-Scharmbeck

Nachricht Osterholz-Scharmbeck, 11. April 2025

Seit Anfang des Jahres ist Ewa Söder die neue Ansprechpartnerin in der Superintendentur des Kirchenkreises Osterholz-Scharmbeck. Als Ephoralsekretärin unterstützt sie Superintendentin Jutta Rühlemann in organisatorischen Belangen – eine Aufgabe, die ihr wie auf den Leib geschrieben scheint. „Ich kann gut organisieren – und ich mache es auch gern“, sagt Ewa Söder mit einem Lächeln. Ihre neue Rolle umfasst nicht nur die Terminplanung und telefonische Erreichbarkeit der Superintendentin, sondern auch die Vermittlung weiterführender Kontakte innerhalb des Kirchenkreises. Wer also mit einem Anliegen das Haus der Kirche betritt, wird künftig mit großer Wahrscheinlichkeit zuerst auf Ewa Söder treffen – freundlich, zugewandt und hilfsbereit.

Die gebürtige Osterholz-Scharmbeckerin bringt einen bemerkenswert vielfältigen Lebensweg mit in ihre neue Aufgabe. Nach dem Abitur am örtlichen Gymnasium leistete sie ein soziales Jahr im hiesigen Kreiskrankenhaus, bevor sie ein Medizinstudium in Rostock aufnahm. Das Studium brach sie später ab. „Ich habe irgendwann gemerkt, dass ich mehr Praktikerin als Theoretikerin bin“, sagt sie heute rückblickend.

Es folgte eine spannende berufliche Reise: Als Pharmareferentin war sie im medizinischen Außendienst tätig, später lebte sie zwei Jahre auf Nordzypern – dem türkischen Teil der Insel, der für sie auch ein familiärer Ort war. Dort war sie in der Immobilienbranche tätig und arbeitete nebenbei im Catering für Freunde: „Ich koche für mein Leben gern“, erzählt sie mit leuchtenden Augen. Auch heute spricht sie noch ein wenig Türkisch – ein Erbe dieser Zeit.

Zurück in Deutschland war sie erst in der Elternzeit und absolvierte später eine Ausbildung zur Steuerfachangestellten im Büro ihres Vaters. Ein Versprechen, ihm beruflich bis zu seinem Ruhestand zur Seite zu stehen, hielt sie – und erst danach öffnete sich der Weg zu ihrer heutigen Stelle im Ephoralbüro.

„Diese Stelle hat mich sofort angesprochen“, erzählt sie. Ihre Tochter, seit Jahren in verschiedenen kirchlichen Gruppen und Chören aktiv, brachte die Kirche längst in den Familienalltag. Die Verbindung war also schon da – und der Wunsch, „mit und für die Kirche“ zu arbeiten, wuchs. Mit dem beruflichen Wechsel fand Ewa Söder nicht nur neue Aufgaben, sondern auch ein Arbeitsumfeld, das sie schätzt: „Die Wertschätzung hier ist unbeschreiblich.“

Nach einer sechswöchigen Einarbeitung durch ihre Vorgängerin Petra Itgen, die sie als „einen Schatz“ beschreibt, ist sie gut angekommen im Team. „Ich kann hier jeden fragen – keiner nimmt mir eine Frage krumm“, sagt sie dankbar. Die Atmosphäre sei entspannter als in ihrem früheren Beruf, der Termindruck der Steuerwelt ist Vergangenheit.

Im Hintergrund hält sie Superintendentin Jutta Rühlemann den Rücken frei, bereitet Räume für Besprechungen vor, organisiert Termine – und ist ein verlässlicher Ankerpunkt im Ephoralbüro. „Ich finde es jeden Tag faszinierend, wie vielfältig die Aufgaben und Themen sind, die in der Superintendentur bearbeitet werden.“

Dass ihre neue Arbeitsstelle fußläufig erreichbar ist – gerade mal sieben Minuten von ihrem Zuhause entfernt – ist das i-Tüpfelchen. „Ich hoffe, das hier ist meine letzte Arbeitsstelle. Es ist noch einmal etwas fürs Herz.“