Verabschiedung von Ulrich Wahl beim Sommerfest des ambulanten Hospizdienstes

Nachricht Osterholz-Scharmbeck, 17. Juni 2025

Osterholz-Scharmbeck. Im feierlichen Rahmen des diesjährigen Sommerfestes des ambulanten Hospizdienstes wurde Ulrich Wahl nach über zwei Jahrzehnten engagierter Mitarbeit herzlich verabschiedet. Der frühere Pastor im Lilienthaler Hospital ist im Alter von 65 Jahren in den Ruhestand gegangen, blieb dem Hospizdienst jedoch weitere 17,5 Jahre treu verbunden.

Bettina Szlagowski, Leiterin des ambulanten Hospizdienstes im Diakonischen Werk des Kirchenkreises Osterholz-Scharmbeck, fand bewegende Worte zum Abschied: „Der Abschied von Uli fällt mir nicht leicht. Er hat eine ganz besondere Rolle für den Hospizdienst gespielt. Anfang des Jahres kündigte er an, dass er aufhören möchte. Ich konnte ihn noch überreden, bis zum Sommerfest zu bleiben, damit wir ihn gebührend verabschieden können. Das war mir sehr wichtig.“

Ulrich Wahl war maßgeblich am Aufbau des ambulanten Hospizdienstes beteiligt, den er gemeinsam mit dem damaligen Leiter des Diakonischen Werks, Norbert Mathy, ins Leben gerufen hat. „Uli hat dem Dienst Strukturen gegeben, ihn geprägt. Viele der Ehrenamtlichen wurden von ihm ausgebildet und haben durch ihn gelernt, was wirklich zählt. Seine ruhige, stärkende Art wird uns fehlen – fachlich wie menschlich“, so Szlagowski weiter.

Auch Superintendentin Jutta Rühlemann erinnerte sich an den langjährigen Weggefährten: „Vor ein paar Jahren haben wir dich aus dem Berufsleben verabschiedet. Man sieht sich.“

Ulrich Wahl selbst blickte in seiner Abschiedsrede reflektiert zurück: „Anfangs hätte ich nicht gedacht, dass der Hospizdienst so gut angenommen wird. Der Bedarf war da, aber es gab wenig Nachfrage. Doch die Fähigkeit, andere zu begleiten, steckt in jedem von uns – wir müssen nur den Mut aufbringen. Das ist wie schwimmen lernen – wir brauchen den Mut, ins Wasser zu gehen. Wir sind viele, wie die DLRG am Beckenrand, die darauf achtet, dass niemand untergeht.“

Mit großer Dankbarkeit und tiefem Respekt verabschiedete sich das Team von einem Menschen, der über zwei Jahrzehnte lang prägende Spuren hinterlassen hat. Oder, wie Ulrich Wahl augenzwinkernd selbst sagte: „Ich habe gedacht, mit 82 Jahren darf man aufhören.“