Bei strahlendem Sonnenschein feierte der ambulante Hospizdienst des Diakonischen Werks im evangelisch-lutherischen Kirchenkreis Osterholz-Scharmbeck in der letzten Woche sein diesjähriges Sommerfest. Im idyllischen Garten der Emmaus-Kirchengemeinde in Pennigbüttel kamen rund 25 ehrenamtlich Mitarbeitende zusammen, um gemeinsam einen Abend des Dankes, der Gemeinschaft und des Austauschs zu erleben.
Das Fest stand ganz im Zeichen der Wertschätzung für das große Engagement der Ehrenamtlichen, die Tag für Tag Menschen in schwierigen Lebensphasen begleiten. Bei Grillwürstchen, einer bunten Vielfalt an Salaten und vielen liebevoll selbst zubereiteten Leckereien entwickelte sich schnell eine warme und fröhliche Atmosphäre.
Ein besonderer Moment war der offizielle Teil des Festes, der auf dem gegenüberliegenden Friedhof stattfand. Hier fanden sich die Teilnehmenden in einem Segenskreis zusammen. Superintendentin Jutta Rühlemann würdigte das Wirken des Hospizdienstes mit sehr persönlichen und berührenden Worten: „Das ist etwas Besonderes hier, und ich bin sehr gern dabei, Sie in Ihrem Ehrenamt zu unterstützen – bei einer Aufgabe, bei der viele sagen: ‚Das kann ich mir gar nicht vorstellen.‘ Sie sind eine tolle Gruppe mit einem besonderen Angebot unter der Trägerschaft des Diakonischen Werks. Für die Menschen, die unser Angebot in Anspruch nehmen, spielt es keine Rolle, ob sie Kirchenmitglied sind oder nicht – wir zeigen uns offen.“
Mit Worten aus Psalm 139, modern interpretiert, sprach sie über das Gefühl, haltlos zu sein, und darüber, was oder wer uns in solchen Momenten hält: „Manchmal sind es Worte, manchmal Gesten, die Halt geben. Kleine Wunder, von denen wir nie genug bekommen können – kleine Wunder, die Sie im Gepäck haben, um anderen Halt zu geben. Hoffentlich erhalten auch Sie diesen Halt, wenn Sie ihn selbst brauchen.“
Zu den festen Traditionen des Sommerfestes gehört es auch, runde Geburtstage im Kreis der Ehrenamtlichen zu würdigen. In diesem Jahr durften sich Bärbel Techentin-Bohn, Antoinette Beesten und Heinke Schmidt, die alle ihren 70. Geburtstag feiern konnten, über einen bunten Blumenstrauß und herzliche Glückwünsche der Leiterin des ambulanten Hospizdienstes Bettina Szlagowski freuen.
Den Schlusspunkt setzte erneut Jutta Rühlemann mit einem nachdenklich stimmenden Impuls: „Was ist eigentlich wichtig? Einer trage des anderen Last. Wir sind alle Lastenträger. Und es ist gut, wenn man an einem Punkt die Last wieder abgeben kann. Weint mit den Traurigen, lacht mit den Fröhlichen. Betet füreinander.“
