Mit einem festlichen Gottesdienst und viel Musik ist Pastorin Dr. Sieglinde Klie in der Klosterkirche Lilienthal in ihr neues Amt eingeführt worden. Kirchenmusikerin Renate Meyhöfer-Bratschke gestaltete den Gottesdienst an der Orgel und mit dem Chor.
„Schön, dass du da bist“, begrüßte Dr. Martin Heinlein, Vorsitzender des Kirchenvorstandes, die neue Pastorin. Hinter Klie und ihrer Familie liegen bewegte Wochen. Der Umzug aus der Schweiz, die Suche nach einem neuen Zuhause und die Einschulung der Kinder liefen nahezu gleichzeitig.
Die Einführung übernahm der stellvertretende Superintendent Pastor Hans-Jürgen Bollmann. Nach zahlreichen Verabschiedungen sei eine Einführung etwas Besonderes, sagte er. Zugleich stehe der Kirchenkreis vor Veränderungen und neuen Zukunftsfragen.
Klie gab er einen Vers aus dem zweiten Timotheusbrief mit auf den Weg: „Denn Gott hat uns nicht einen Geist der Verzagtheit gegeben, sondern den Geist der Kraft, der Liebe und der Besonnenheit.“ Gerade die Besonnenheit verband Bollmann mit dem Ankommen. Erst schauen, wahrnehmen und herausfinden, wo Freude liegt, und welche Schwerpunkte wachsen.
Dabei erinnerte er an Klies bisherigen Weg: an ihr Aufwachsen im Pfarrhaus, das Theologiestudium, das Vikariat und vier Jahre als Pastorin in der Schweiz. Besonders die Begleitung von Menschen an Lebensübergängen liege ihr am Herzen. Bollmann wünschte ihr, Menschen auch in Lilienthal „mit Respekt und Demut“ begleiten zu können.
Bei der Einführung standen Pastor Volker Kamp, Pastorin Tanja Kamp-Erhardt und Klies Vater Volker Sparre an ihrer Seite. Auf Bollmanns Frage, ob sie ihren Dienst übernehmen wolle, antwortete Klie: „Ja, mit Gottes Hilfe.“ Anschließend rief Bollmann Kirchenvorstand und Gemeinde dazu auf, ihre neue Pastorin zu unterstützen und zu ermutigen.
Auch der Kirchenvorstand hieß Klie willkommen. „Wir sind froh, dich hier zu haben“, sagte die stellvertretende Vorsitzende Angela Geßner.
In ihrer ersten Predigt nach der Einführung nahm Klie das Gleichnis vom Pharisäer und vom Zöllner aus dem Lukasevangelium auf. Dass die Predigttexte im Kirchenjahr vorgegeben seien, schütze vor der „Tyrannei biblischer Lieblingstexte der Pastoren“, sagte sie mit einem Augenzwinkern. Im Mittelpunkt standen Demut und Gnade – und damit ein Thema, das gut zu einem Neuanfang passt.


